Die Füße am Boden den Kopf in den Wolken

Ich bin ein sehr bodenständiger Mensch der mit beiden Beinen fest im Leben steht. Ich kann sehr vernünftig denken und handeln, meine Zeit gut einteilen, habe viel körperliche Kraft und mentale Stäke. Ich kann gut mit Geld umgehen, die Buchhaltung machen, gehe versiert mit dem Computer um und stelle mich auch mit Werkzeug nicht ungeschickt an. Gerade auf meinem Bauernhof mit den vielen Tieren brauch ich immer wieder meine Bodenhaftung.

 

 

 Mein Kopf ist aber immer schon in den Wolken gewesen. Ich hatte als Kind schon eine lebhafte Fantasie, hab Freundinnen mit selbst erfundenen Geschichten unterhalten und verbrachte Stunden damit mir Dinge und Wünsche auszumalen und in jedem Detail vorzustellen.

 

In meinen Tagträumen hatte eine Hütte im Wald an einem Bach, war auf einem schwarzen Pferd unterwegs um die Welt zu retten oder baute Baumhäuser in denen ich dann vollkommen unabhängig lebte. Ich wünschte mir einen Hund und war tapfer und mutig und eine Kriegerin für Gerechtigkeit. Außerdem hatte ich einen Engel als Freund und manchmal hatte ich auch selbst Zauberkräfte mit denen ich andere Menschen in Erstaunen versetzte. (ich geb zu ich war auch ein bisschen von den Fernsehserien der späten 70iger und frühen 80iger beeinflusst)

 

Ich glaube das es die Balance zwischen Kopf (Verstand) und Seele (Geist) braucht um ein gutes Leben zu führen. Das Herz (innere Stimme) steht so irgendwo dazwischen, als Vermittler zwischen Realität und Spiritualität.

 

In verschiedenen Lebensphasen dominieren oft die eine oder andere Komponente mehr. Den Kopf und Verstand während wir unser Leben aufbauen, lernen, studieren, die ersten Jobs annehmen. Dann kommt oft eine Phase in der das Herz mit allen dazugehörigen Gefühlen sehr stark wird. Wenn wir uns verlieben, eine Familie gründen, Nest bauen die Kinder aufziehen. Und meist, meiner Erfahrung nach so um die 40, manchmal auch früher, meldet sich dann ganz stark der Geist mit der Spiritualität zurück. Fragen wie „War das schon alles…? Wofür bin ich da….? Was soll ich mit meinem Leben anfangen….? usw.“ drängen sich in diesem Lebensabschnitt sehr in den Vordergrund.

 

Eine ausgewogene Balance zwischen den drei Komponenten macht uns aus. Seit einigen Jahren schon geht der Trend dahin weg vom Kopf und hin zum Herz bzw. zur Seele und Spiritualität. Grundsätzlich unterstütze ich das sehr, glaube aber auch das unser Kopf genauso wichtig ist wie Geist und Herz. Mit ein bisschen Übung und Bewusstsein schaffen wir es zu sehen das alle Komponenten für uns da sind und jeweils das Beste für uns wollen.

 

Wir brauchen unseren Kopf und den Verstand um Neues zu lernen, oder um z.B. im Straßenverkehr zu überleben und logische Schlussfolgerungen zu ziehen. Wir brauchen den Geist um uns zu erfahren und uns als spirituelle Wesen zu sehen die alle miteinander verbunden sind. Wir brauchen unser Herz das uns sagt was gut für uns ist, wie unser Weg sein könnte und wie wir Freude empfinden können.

 

Leben mit den Füßen am Boden, dem Kopf in den Wolken und dem Herz am rechten Fleck!

 

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