Fast unfehlbares Mittel gegen Selbstmitleid

Von vielen spirituellen Führern und Religionen erhalten wir die Botschaft,  dass der Weg zum Glück, oder zur Zufriedenheit über das Mitgefühl und Helfen führt. Ich glaube auch das das einer der sichersten Wege ist sich selbst aus dem "Sumpf" zu ziehen. Ich hab das bewusst ausprobiert und kann es für mich bestätigen.

Wundermittel Mitgefühl und Helfen

 

 Kaum etwas macht mich so glücklich wie andere Menschen glücklich zu machen. Sei es beim Coaching wenn sich etwas zusammenfügt, wenn Besucher Tieren so richtig nahe kommen und beginnen zu strahlen, wenn ich fürs Jane Goodall Institut arbeite um Spenden zu sammeln, wenn ich gut über andere Menschen spreche,  spüre wie Menschen in ihre Kraft kommen, …. Es gibt ganz viele Wege um zu helfen und zu unterstützen.

 

Da es uns glücklich macht, anderen Menschen zu helfen, machen wir das auch für uns selbst und für unsere eigene Zufriedenheit. Da ist gar nichts falsch daran, solange ich keine Gegenleistung erwarte.

Oft hilft man einem Kollegen und erwartet insgeheim, das er mir bei einer anderen Gelegenheit auch mal hilft. Ich helfe um Dankbarkeit zu ernten oder um Anerkennung zu bekommen, einen Mangel oder ein Bedürfnis in mir selbst zu bedienen oder zu überdecken. Dann wird Helfen zu einer sehr unbefriedigenden Sache.

 

Es ist verdammt schwer zu helfen ohne Gegenleistung zu erwarten. Es erfordert große Ehrlichkeit mit sich selbst um da mal genau hinzusehen. Gerade in der Partnerschaft, ertappe ich mich oft dabei etwas zu erwarten. Ich koche ein tolles Abendessen und erwarte dafür Anerkennung. Ich kaufe spontan ein kleines Geschenk und erwarte dafür Dankbarkeit, ich bin besonders anschmiegsam und zuvorkommend erwarte dafür Liebe…. Und wenn ich das gewünschte nicht bekomme, bin ich enttäuscht. Wie oft ist es wegen solcher Sachen schon mal zum Streit gekommen und gerade wir Frauen neigen dann dazu zu plärren „Du liebst mich ja gar nicht (mehr)….“

 

Auch für mein Gegenüber ist das Wegfallen der Erwartungshaltung unglaublich erleichternd. Wenn es nicht offen ausgesprochen wird, meist spürt der andere wenn man eine Gegenleistung erwartet wird und sei es auch nur Dankbarkeit. Die latente Erwartungshaltung bringt die Gleichwertigkeit der Menschen ins Ungleichgewicht und das wollen wir wieder ausgleichen. Denkt mal an Euch selbst. Wie reagiert ihr wenn euch jemand unerwartet ein Geschenk macht? Wie oft versuchen wir das gleich mal „zurückzugeben“ damit es wieder passt.

 

Ganz leicht tappen wir in diese Verhaltensmuster und wenn es mir selbst wieder einmal bewusst wird versuche ich mich liebevoll darauf hin zu weisen.

 

Andere Menschen glücklich machen ohne Gegenleistung zu erwarten, das ist für beide Seiten, eine der schönsten Begegnungen im Leben.

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