Mut ist die Fähigkeit trotz Angst zu handeln

Ich werde oft als mutiger Mensch bezeichnet. Aber was ist Mut eigentlich. Oft glauben wir das mutige Menschen keine Ängste haben. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen das dies nicht der Fall ist. Auch in meinem Umfeld, gibt es einige Menschen die mutig sind, aber auch sie sind keine Übermenschen und haben dieselben Ängste und Zweifel an sich selbst wie alle andere.

 

Was macht aber den Unterschied aus? Ich habe eine gute Erklärung gefunden, frei zitiert nach Desmond Tutu (südafrikanischer Erzbischof): Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern die Fähigkeit trotz der Angst zu handeln.

 

Jeder von uns hat Mut, nur nicht in denselben Situationen. Als mutig werden häufig Menschen bezeichnet die etwas tun, das von der Norm abweicht. Die gegen den Strom schwimmen und das tun, was ihnen ihr Herz eingibt. Wir bewundern solche Menschen aber meist erst, wenn sie uns bewiesen haben, dass sie mit ihrem Handeln Erfolg haben. Schaffen sie es nicht, das Ziel zu erreichen, drehen wir uns oft um und murmeln mehr oder weniger verdeckt, dass wir das ja von Beginn an gewusst hätten.

Ich denke die meisten von uns tragen diese negativen Gedanken über andere Menschen in sich. Was wir damit allerdings tun, ist uns selbst in unserem Mut zu blockieren. Wenn ich selbst so über andere denke, was werden dann alle anderen über mich denken, wenn ich den Mut habe, etwas anders zu machen? Was werde ich über mich selbst denken, wenn ich es nicht schaffe. Wie gehe ich mit dem Scheitern um? Wie ertrage ich die Verachtung der andern? Aus diesem Grund, bin ich mir ganz sicher, werden viele mutige Träume nicht ausgelebt, aus Angst vor den Konsequenzen und der Verachtung von außen.

 

Vor dem Mut, kommt die Selbstliebe und das Vertrauen in meine innere Stimme. Daran sollten wir alle arbeiten. Nur wenn ich mich selbst mag und anerkenne, welche Fähigkeiten ich in mir trage, wird es leicht, mutig zu sein und den nächsten Schritt zu gehen. Dann nehme ich Zweifel von anderen Menschen gar nicht wahr und handle so, wie ich es für richtig halte. Wir müssen lernen zu unterscheiden, was uns zurückhält. Ist es die eigene Stimme oder die der anderen.

Und erinnert Euch mal daran, vielleicht an die Zeit als ihr Kinder wart, an das Gefühl, wenn ihr Eure Angst überwunden habt und etwas mutiges gemacht habt. Bei mir war es im Schwimmbad das 10 Meter Brett. Man fühlt sich danach wie ein Held, oder?

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