Woher weiss ich was ich wirklich will?

Mein Problem war oft, dass ich so viel will. Ich habe dauernd neue Ideen, sodass ich manchmal sogar das Gefühl habe zu platzen. Außerdem möchte ich jede Idee die mir einschießt sofort in die Tat umsetzen. Besser gestern schon als morgen, je schneller desto lieber. Oft hat sich aber herausgestellt, dass es zwar eine Idee war für die ich kurzfristig brannte, das Feuer ist aber schnell wieder erloschen ist, ohne ersichtlichen Grund. 

 

Im Laufe der Zeit habe ich herausgefunden wie sich so ein kurfristiges Wünschelein von einem wirklichen wichtigen Wunsch unterscheidet.

 

Einfache Lösung: Ausprobieren. Meist kommt ich ums „Tun“ nicht herum. Zum Glück bin ich Meisterin darin etwas auszuprobieren ohne dass ich vorher Unmengen an Geld dafür ausgebe. Manchmal neigt man ja dazu, sobald so ein Gedanke auftaucht, sofort in teure und langfristige Ausbildung zu investieren um dann zu merken das es doch nicht das Richtige war.

 

Mich haben beispielsweise Wildkräuter eine Saison lang total fasziniert. Bevor ich mich dazu entschloss die Kräuterpädagogik Ausbildung zu machen hab ich mir mal ein paar Bücher gekauft und bin bei normalen Kräuterwanderungen mitgegangen. Man kann sich wirklich viel selbst aneignen. Ich war Feuer & Flamme, hab alles Essbare zu Pesto, Säften, Salzen und was weiss ich noch verarbeitet. Aber…im Herbst war aus Gründen die ich nicht weiss, die Luft heraussen und es hat mir keine Freude mehr gemacht.

In früheren Jahren, als ich schon mein Personalberatungsunternehmen hatte, wollte ich nebenbei Verkaufstrainerin werden. Da ich eine sehr leidenschaftliche und gute Verkäuferin war, dachte ich ich könnte diese Leidenschaft auch auf andere Menschen übertragen. Ich hab mich einfach ohne Ausbildung bei Trainingsunternehmen beworben. Gott sei dank! Die Praxis hat gezeigt das ich keine sehr gute Trainerin war und deshalb hab ich mich wieder auf Dinge konzentriert die ich konnte und mochte.

Es gibt noch unzählige Beispiele…

 

Dann gibt’s aber immer ein paar Sachen die bleiben langfristig, auch gegen Wiederstände. Im Gegenteil, je größer der Wiederstand desto mehr will ich es.

Mein Gogo-Mobil stand nach dem Kauf fast 3 Monate immer wieder in der Werkstatt bevor ich es wirklch für meine Idee – "Coaching Mobil" verwenden konnte. Der Gedanke aufzugeben und es wieder zu verkaufen kam mir gar nicht. Es hat mir nur gezeigt, dass ich das wirklich will.

 

Vor ca. sieben Monaten, als wir die Wudnerweiber Burgenland gründeten, hatte ich die Idee eines „Wunderweiber-Talks“. Herumfahren und Frauen interviewen. Da könnte ich viele Fliegen mit einer Klappe schlagen, dachte ich. Im Gogo-Mobil herumreisen, Interviews führen und interessante Menschen treffen.

Die Idee hat mich aber nach ca. eine Woche nicht mehr richtig angemacht. Also aus den Gedanken damit und schaun was sich sonst noch ergibt.

Plötzlich, vor ca. 2 Wochen kam die Idee in anderer Form wieder. Ein „Ausstiegen & Ankommen“ Podcast. Interviews mit Aussteigern im erweiterten Sinne.  Also eine ähnliche Idee, aber eine andere Zielgruppe. Ich hab sofort den FB Post darüber geschrieben, die ersten möglichen Interviewpartner angemailt und obwohl zuerst mal niemand auf meine Anfragen antwortete bin ich trotzdem drangeblieben. Typisch: Widerstand – ich wills aber noch immer. Dann weiss ich das es passt und das es sich lohnt in diese Idee Energie zu investieren.

Gestern hatte ich mein erstes Interview mit einem jungen Päärchen das nächste Woche auf Weltreise geht. Weitere Termine mit "AussteigerInnen" sind schon vereinbart.

Ich bin mit einem riesen Grinsen im Gesicht nach Hause gefahren und hatte so richtig das Gefühl – jetzt wird’s spannend. Da sind viele Steine auf ihren richtigen Platz bei mir gefallen.

 

Ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren und nicht verzweifeln oder sich selbst niedermachen wenn man draufkommt das es (noch) ncht der ideale Weg war. Dann habt ihr villeicht eine Möglichkeit ausgeschlossen und mind. 100 andere warten noch auf Euch! 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0