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Unterwegs in Pernitz - Muggendorf

Und so habe ich meinen Gesprächstermin mit Theresa Steininger, GF von Wohnwagon in Gutenstein gleich genützt um die Gegend dort zu erkunden. Eigentlich hatte ich vor nach Mariazell zu fahren um mir den Ort anzusehen und mir dann in der Gegend einen schönen Platz zum Übernachten zu suchen aber ein Blick auf die Wetterkarte hat mir gesagt, das es zur Zeit nicht die beste Idee ist wegen der großen Schneemengen die dort gefallen sind. Also fuhr ich einfach mal in die Richtung Pistingtal und wurde nach einigem Suchen nach dem perfekten Platz für mich in Muggendorf fündig. Meine Lieblingsplätze sind meist am Waldrand, idealerweise an einem Bach (ich mag das Geräusch), damit ich in der Früh gleich mal laufen gehen kann. Uns so einen schönen Platz habe ich zum Glück gefunden und am Nachmittag gleich mal einen ausgiebigen Spaziergang in den Wald gemacht vor ich es mir im Auto mit dem Laptop gemütlich machte um ein bisschen zu arbeiten. 

 

Und um die offene Frage gleich mal vorwegzunehmen. Ja, ich habe eine Standheizung im Gogo Mobil. Die läuft ca. 3-4 Stunden weil sie unabhängig von meiner normalen Autobatterie ist. Ein großer Vorteil ist, das ich nicht besonders kälteempfindlich bin und so habe ich die Heizung über Nacht nicht laufen sondern bin nur eingemümmelt in meine Decke und bekleidet mit einem Jogginganzug. Bei -10 Grad wäre es wahrscheinlich sogar mir zu kalt aber ein paar Grad unter 0 machen mir nichts aus. In der Früh hüpf ich dann wie gesagt schnell in mein Laufgewand und bevor mir noch richtig kalt werden kann geht’s ab in den Wald. 

 

Da bekam ich dann gleich das erste Geschenk des Tages. Ich hörte ein Geräusch im Bach neben mir, drehte mich um und sah eine wunderschöne Hirschkuh die scheinbar an den steilen Wänden des Bachbettes nicht herausklettern konnte. Ich blieb stehen und sah etwas weiter hinten eine flachere Stelle, wahrscheinlich war sie dort auch hineingekommen und so versuchte ich ihr zu helfen und sie sanft in die Richtung zu treiben. Das gelang zum Glück sehr schnell, nach einigen Versuchen hatte sie es geschafft und war aus dem Bach geklettert. Besonders panisch hat sie nicht auf mich reagiert und sie sah auch nicht geschwächt aus. Eigentlich hatte ich erwartet das die Hirschkuh nun sofort davonlaufen würde, aber sie kam auf mich zu Ich war total überwältigt. Das schöne Tier blieb ca. 2 m vor mir stehen und sah mich an und zwar so lange , dass ich mich dann doch entschloss mein Handy herauszuholen um ein Foto zu machen. Nicht mal der Griff in meine Jackentasche erschreckte sie. Nachdem wir uns noch einige Momente gegenseitig betrachtet hatten, machte ich einen großen Bogen um die Hirschkuh und lief weiter. Möglicherweise war das Tier handaufgezogen oder aus einem anderen Grund so zutraulich gewesen, ich kann es mir nicht erklären den krank sah sie eigentlich überhaupt nicht aus.

 

Aber eigentlich ist es ja auch egal, es war ein wunderschöner Moment den ich noch lange in Erinnerung behalten werde.

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