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Unterwegs im Yspertal

Zu meiner großen Freude hat Frau Prof. Kromp-Kolb,  die ich vor Weihnachten um einen Interview Termin für meinen Podcast bat, dem zugestimmt und mich zu ihr auf die BOKU eingeladen. Da ich im Februar wenig unterwegs war beschloss ich wieder einen Tag früher wegzufahren und diesmal das Waldviertel zu erkunden. Auf der NÖ Homepage habe ich nach einer Klamm gesucht und beschossen diesmal die Ysperkamm anzusteuern die ich im Sommer schon mal besuchen wollte, mich dann aber für eine andere Route entschied. Bei strahlendem Sonnenschein fuhr ich im Burgenland weg und landete im Schneegestöber im Waldviertel. Tiefster Winter herrschte hier, nur 2,5 Stunden von zuhause entfernt.

 

Dementsprechend war ich wieder die einzige Besucherin der Klamm die tief verschneit vor mir lag. Ich beschloss trotzdem reinzugehen, bezahlte am Automaten die drei Euro Eintritt und stapfte los. Wunderschön war das. Tief verschneite Bäume und Felsen, vereiste Wasserfälle und das alles für mich alleine. Die Holzstiegen die teilweise den Felsen entlang verliefen waren kaum zu erkennen weil sie so tief verschneit und vereist waren, trotzdem ging das Wandern ganz gut. Ca. eine Stunde ging ich bis zum Ende der Klamm, von dort aus verlaufen dann noch zahlreiche andere Wege, unter anderem der Druidenweg. Die waren aber so verschneit das der Pfad nicht zu erkennen war. So entschloss ich mich zurück zum Eingang der Klamm zu gehen und entschied mich für den  „Leichten Abstieg“ der als solcher angeschrieben war, vermutlich eine Forststraße. Nach ein paar Metern versank ich bei jedem zweiten Schritt knietief weil mich die Schneedecke nicht tragen konnte. Aber es war trotzdem, oder gerade deshalb großartig so danhinzuwandern und die Natur ganz für mich zu haben. Ich werde auf jeden Fall im Frühling wieder herkommen und den ganzen Tag hier verbringen. Ich mag diese eher raue Landschaft, die großen Felsen und den dichten und hohen Wald in dieser Gegend. Und dann noch eine Klamm mit ungebremsten Wasser… herrlich.

 

Übernachtet habe ich dann auf halbem Weg Richtung Wachau. Da entdeckte ich beim Vorbeifahren eine Burgruine mit einem schönen Wiesenparkplatz davor. Ich spazierte noch eine Abendrunde um und in die Ruine und machte es mir dann im Gogo-Mobil gemütlich um mich noch ein bisschen auf das Interview am nächsten Tag vorzubereiten.  Mit den schönen Eindrücken im Kopf und im Herz fuhr ich am nächsten Tag nach Wien zu dem Gespräch mit Helga Kromp-Kolb, eines der Inspirierendsten das ich bisher geführt habe. Zum Interview 

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