· 

Mein Schlüssel zum Glück

In den letzten Wochen merkte ich das mit mir irgendetwas nicht stimmt. Wenn mich Menschen die ich mag fragte wie es mir geht, bemerkte ich das mir oft auf der Zunge lag.. „nicht soooo gut“ und das ich das dann mehr oder weniger auch ausdrückte. Genau wusste ich selbst nicht was los war. Ich fühlte mich vor allem unzufrieden und ein bisschen leer und ausgebrannt.  Ich wollte aus der der Situation wieder heraus und begann damit zu hinterfragen woher diese permanente Unzufriedenheit und das unrunde Gefühl denn kommen. Ich hatte und habe doch alles was ich will. Aber bald wurde mir klar, das ich offenbar eine Hintertüre in meinem Kopf geöffnet hatte die mir überhaupt nicht gut tut. 

 

Die Tür zu den Erwartungen. Das hat vor allem mit meinem Projekt „Nachhaltig im Burgenland“ zu tun, das ich im Sommer letzten Jahres gestartete habe. Eine Plattform auf der ich alles sammle und vorstelle was es im Burgenland so für Möglichkeiten gibt gut und nachhaltig zu leben. Ich beziehe keine Einnahmen aus dem Projekt und habe das im vollen Bewusstsein so gestartet. Es machte mir riesigen Spaß zu sehen wie viele Möglichkeiten es im Burgenland bereits gibt und das gab mir vor allem selbst wieder einen positiven Blick auf unsere Welt und  die Dinge die gut und schön sind. Außerdem habe ich damit auch noch die Möglichkeit dieses positive Gefühl auch anderen Menschen zu mitzugeben und sie zu inspirieren. Das und Nichts anderes war der Grund für die Gründung der Plattform die sehr zeitaufwendig aber jede Minute wert ist. 

 

Und plötzlich schlich sich da diese Erwartungshaltung ein. Die Erwartung für das Tun auch etwas  bekommen zu müssen.  Anerkennung, Dank, Wertschätzung, eine Förderung seitens des Landes oder der EU. Ich fühlte immer mehr das ich doch auch ein Recht darauf haben müsse zu mindestens Wertschätzung zu erfahren. Wenn ich jetzt rückblickend darüber nachdenke erkenne ich, dass ich all die Wertschätzung die ich tatsächlich bekam im Form von Feedbacks auf Posts, Blogartikeln oder die ganze Seite, durch das Warten auf eine ganz bestimmte Anerkennung, gar nicht mehr richtig wahrnahm. Ich wollte etwas ganz Bestimmtes und das bekam ich nicht. Es geht dabei um eine Förderung die ich einreichen möchte und die sich ewig dahinzieht mit ungewissen Ausgang.

 

Und gestern beschloss ich dann das jetzt Schluss ist mit der hängenden Nase.

Auf einmal wurde mir klar warum ich die ganze Zeit so unzufrieden und unglücklich bin. Meine Erwartungen und Vorstellungen wie denn etwas sein müsse waren die Ursache, das lag ganz klar vor mir und so beschloss ich das auf der Stelle wieder zu ändern. Zurück zu gehen zu dem Ursprungsgedanken meines Tuns. Mir selbst und anderen mit meinem Tun Freude zu bereiten, ohne etwas dafür zu erwarten. Schlagartig ging es mir besser.

 

Und dann las ich auch noch einen Artikel über eines meiner Vorbilder Nipun Metha, einst Berater von Barak Obama und Gründer des Service Spaces. Er ist übrigens nächste Woche wieder in Österreich, genauer gesagt in Eisenstadt und Wien, wo ich ihn treffen werde und ihr das auch könnt wenn ihr wollt: ( Kommenden DO 23.5. kommt Nipun zu uns in den Pachinger Stodl : KARMA KITCHEN- ein Experiment der Großzügigkeit  Everyone is welcome! Limitierte Plätze- Reservierungen unter office@pachingerstodl.at)

 

Er hat den Service Space gegründet, ein Platz wo man sich gegenseitig in vielseiteigen Projekten ehrenamtlich hilft, unterstützt und inspiriert. Ins Leben gerufen hat er den Service Spaces  aus dem Grund heraus, das er und ein paar Freunde die in Silicon Valley aufwuchsen und studierten mit Mitte 20 draufkamen, das im Leben das Geben viel schöner ist als das Nehmen. 

 

Und es ging mir gleich noch ein bisschen besser. DAS sind Menschen an denen ich mich orientieren möchte und die gibt es ganz oft. Giving without expectation ist so wunderschön, macht so viel Freude und ist glaube ich der Schlüssel zum persönlichen Glück und zu Zufriedenheit. 

Und nur wenige Stunden nach meinem Beschluss kamen ein junges Paar zu mir zum „Mit Tieren sein…“ Nachmittag. Die beiden liebten Eseln und spontan entschloss ich mich ihnen eine Freude zu machen und mit Lucky und Martin einen Spaziergang in den Wald zu machen. 

 

Könnt ihr Euch vorstellen wie schön das war zu sehen wie sie sich freuten? Damit haben sie nicht gerechnet als sie zu mir auf den Hof kamen…. Jemanden Freude zu bereiten ohne etwas zu erwarten. Dem Packetdienstfahrer mit einem kleinen Geschenk,  der Kassiererin im Supermarkt mit freundlichen anerkennenden Worten, … wir haben so viele Möglichkeiten, jeden Tag. Das ist der Sinn (meines) Lebens….Danke Nipun und alle anderen Vorbilder die mir Orientierung geben und mich wieder auf den Weg bringen wenn ich mal eine Sackgasse einschlage. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0